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25-07-18 21:45 Age: 119 days

Nach 2015/16 erneut RSV-Sportler auf „Großer Kraftprobe“ in Norwegen, Rainer Kämpfer berichtet über Trondheim-Oslo 2018

„Trondheim-Oslo - Immer wieder“:

Zum zweiten Mal, nach dem ersten Start in 2016, stehe ich nun erneut um 05:50 Uhr am 16.06.2018 zum Start in Trondheim.

Der „Respekt“ an die Herausforderung, die 543 km zu bewältigen, ist genau so groß, wie 2016, im Hinterkopf jedoch der Gedanke, schneller zu sein als damals.


Einen „festen „ Plan habe ich nicht, lasse alles auf mich zukommen und nehme mir vor, die Chancen, zum Mitfahren in einem fremden Team, sollten sie sich ergeben, zu nutzen.

Gleich am Start, drängt ein größeres Team Norweger ganz nach vorne. Ich behalte Sie im Auge und warte ab wie sich die Fahrt entwickelt.

Das Tempo (ca. 30er Schnitt) das die Truppe vorlegt ist genau meine „Kragenweite“, ich bleibe dran. Nach 162 km, mache ich den ersten Stopp, tausche meine Trinkflaschen aus und nehme Nahrung zu mir, im Trikot werden Bananen, Riegel, Gels und Cola verstaut.

Beim Stopp verliere ich „mein Norwegisches Team“, finde aber Anschluss an ein anderes und es stellt sich heraus, dass dieses Team schneller als das vorherige ist und dadurch die Möglichkeit besteht, wieder auf mein „altes Team“ aufzuschließen. So kommt es auch, nach ca. 1 Std haben wir es eingeholt und ich bleibe dann wieder an meinem Team dran.

Inzwischen wurden die Teammitglieder und ihr Kapitän auf mich aufmerksam und man kam ins Gespräch, daraus entwickelte sich, dass ich in die Gruppe aufgenommen wurde und fast 200 km mit „kreiselte“.

Mit diesem Team zu fahren war einer der schönsten Momente dieser Fahrt.

Bei km 338 musste ich das Team dann endgültig ziehen lassen, da ich zur Nahrungsaufnahme gezwungen war.

Nach kurzem Stopp fand ich dann aber bis km 400 gleich wieder ein Team zum Mitfahren.

Ich fuhr ab da ca. 100 km alleine und hatte keinerlei körperliche oder mentale Probleme.

Die letzten 40 km, waren dann doch etwas fordernd, da zunehmend die Kräfte schwanden.

Aber so nah das Ziel vor Augen, setzt das dann die letzten Reserven frei!

Zusätzlich dazu , überholte mich ein Damen Team mit einer „Bombenstimmung„. Diese ansteckende Begeisterung gab mir den letzten Schub um ins Ziel zu kommen.

Im Ziel angekommen, macht sich ein wunderbares Gefühl der Zufriedenheit und Freude breit. Dann der erste Gedanke, das machst Du wieder.


© Stefan Münch ::  Letzte Änderung am 14.07.2009